Social Media ist wichtig - aber sehen Sie es bitte als Kürprogramm im Online-Marketing Mix. Nun zur Pflicht: erst wenn Sie eine optimierte Webseite mit interessanten Inhalten erstellt haben, sich über hohe Conversionsraten freuen (also Webbesucher auch zu zahlenden oder buchenden Kunden/Gästen machen), effektive Anfragen über Suchmaschinenmarketing generieren und Ihr Online-Geschäft ingesamt schon gut funktioniert, sollten Sie über Social Media intensiver nachdenken. Strategisch macht es keinen Sinn, all diese Ressourcen in ein "Social Media Projekt" zu stecken, solange die eigentlichen "Hausaufgaben im Online-Geschäft" nicht gemacht sind.
Hier nun aber einige Fakten und Informationen:
34 Prozent aller deutschen Online-Nutzer bewegen sich in Communities und Netzwerken. Mehr als 52 Prozent nutzen regelmäßig YouTube. Monatlich besuchen rund 2,5 Millionen Deutsche den Mikrobloggingdienst Twitter. Knapp acht Millionen Deutsche sind bereits auf Facebook registriert. Und täglich werden es mehr.
"Social Media" ist ein Sammelbegriff für eine schon fast unüberschaubare Fülle an Internet-Diensten. Ihnen allen ist gemein, dass sich Menschen über diese Medien sehr einfach im Internet, also öffentlich mitteilen können, andere Menschen mit ähnlichen Interessengebieten finden und sich mit Gleichgesinnten austauschen. Die wichtigsten sind Blogs, Facebook und Twitter, aber auch YouTube, Xing und Flickr.
Wesentlich sind dabei die Begriffe "öffentlich" und "vernetzt".
Alle Informationen werden grundsätzlich von Google indiziert und sind somit für jeden auffindbar und sichtbar. Informationen können sich rasend schnell über Social Media verbreiten.
Social Media ist ein massiver Bruch mit der Geschichte der Massenkommunikation.
Der Zugang zur Massenmedien war früher nur ganz wenigen zugänglich. Zeitungen, Verlage oder Rundfunkstationen waren sehr teuer, und deswegen war das eine begrenzte Ressource. Und der Zugang zu dieser Ressource wurde einerseits inhaltlich kontrolliert, andererseits kostete er viel Geld.
Durch das Internet konnten dann schon viel mehr Menschen und Organisationen publizieren, aber es war immer noch aufwändig und kostete Geld.
"Social Media" bedeutet im Grunde den enorm einfachen und deswegen praktisch ungeregelten Zugang zu Massenkommunikationsmitteln. Das bedeutet also das weitgehende (und mittelfristig unausweichliche) Ausserkraftsetzen der alten Funktionsweisen des Mediensystems.
Durch die sozialen Medien erlangt nun "der Faktor Mensch" eine größere Bedeutung. Man will (oder will nicht, aber wird) die Meinung des anderen hören und öffnet sich ganz bewusst anderen Informationsquellen als denen, die durch die Industrie oder Medien vorgegeben werden. Zum anderen werden wir natürlich jetzt mit Unmengen von Daten- und Meinungsmüll zugeschüttet.
Meinungsbildung (und dadurch Vertrauensbildung) findet heute immer mehr im Social Web statt. Hier finden täglich hunderttausende Gespräche statt - lobende wie kritische, differenzierte wie banale. Mal sind sie ausgesprochen kompetent und informativ, mal weniger. Mal ist es ein Text, das andere Mal ein Video oder eine Reihe von Fotos. Und sehr oft geht es um Unternehmen, um Produkte, um Marken.
Aber fast immer werden diese Informationen als authentisch und glaubwürdig angesehen - jedenfalls authentischer und glaubwürdiger als die Informationen, die aus den Marketingabteilungen der Unternehmen kommen. So beeinflusst das Social Web immer mehr, was wir über die Dingen lesen, hören und denken - direkt oder indirekt, im Internet genauso wie in klassischen Medien. Menschen reden über Unternehmen. Entweder sie gestalten die Gespräche mit. Oder sie schweigen und verlieren Einfluss.
Für kleine und große Unternehmen bedeutet das Social Web ebenso Gefahren wie Chancen. Einerseits können durch die deutlich steigende Transparenz Krisensituationen entstehen: Kritik, Gerüchte und schlechte Nachrichten verbreiten sich schnell und gelangen oft auch über das Social Web in die klassischen Medien.
Andererseits bekommen Unternehmen durch diese Kommunikationskanäle die Chance, sich mit ihren Kunden (auf Augenhöhe) zu "treffen" und mit ihnen einen direkten sowie persönlichen Dialog zu führen. So können sie Fans und nachhaltige Meinungsbildner gewinnen. Menschen, die ihre Begeisterung mit anderen teilen und so zu Fürsprechern werden.
Im Social Web gelten vollkommen neue Gesetze. Die Methoden des klassischen Marketings funktionieren hier nicht mehr richtig... Wenn Sie nach Experten für "Social media" suchen, dann finden Sie nur einige sehr wenige. Das Thema ist komplex, weit weniger steuerbar und kontrollierbar, als es ihnen einige einzureden versuchen.
Wir stehen Ihnen gerne mit unserer Erfahrung beim Einsatz von "Sozialen Medien" zur Verfügung, helfen Ihnen die Chancen zu verstehen, begleiten Sie bei den Konzeption und Implementierung, zeigen und belegen Ihnen, wie dies die öffentliche Meinung über Ihr Unternehmen verändern.
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Kontaktieren Sie uns bitte hierUnd was Sie sonst noch über facebook "wissen müssen" ...
Unternehmen verlieren die "Kontrolle" über die Meinungsbildung. Sie können sie nicht mehr dominieren, nicht mehr durch kluge Strategen steuern. Werbung konnte man kaufen. Gegebenenfalls auch einen Journalisten. Das funktioniert heute alles nicht mehr. Das bedeutet, dass Unternehmen anfangen müssen mitzureden.
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